Vol. 13 „Der Tank“
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Seitdem ich mit dem Bau der Anlage begonnen hatte, verbrachte ich jeden Tag fröhlich und erfüllt. Inklusive der Suche nach einem geeigneten Tank... (lacht). „Tank, Taaank, ein eiserner Tank, Wo bleibst du denn ?“ Ich denke, dass sich alles in eine positive Richtung entwickeln würde, mit der richtigen Einstellung. „Gefunden!!“ In einer Ecke der Miyazaki Midori Pharmaceutical Fabrik, entdeckte ich einen Eisenblock. Das kam mir wie ein Wunder vor. Ich informierte Herrn Yamaguchi darüber und fragte ihn, ob es möglich ist, diesen zu erwerben. Großzügig stellte er ihn mir zur Verfügung, da die Fabrik ihn nicht gebrauchen konnte. „Glück gehabt ! Ich hatte schon fast alles bis zu Ende geschafft! Atom, damit werde ich für dich das Futter zubereiten !“ Den Eisenblock in der Ecke sehend, stellte ich mir das visionäre Bild einer Retortenproduktionsanlage vor und phantasierte davon, wie sie aussehen würde, umschlungen von den achtfüßerigen Röhren. Ich brauche nur noch heißen Dampf in den Tank einzulassen und den Tank abzukühlen.Der Dampf kann durch einen Boiler erzeugt werden und um den Tank abzukühlen werde ich Wasser einleiten.Kurz gesagt, ich brauche einen Boiler und eine Wasserleitung, um an dem Tank anzudocken. Eisenzeuge können geschweißt werden und der Boiler kann von einem Fachmann angebracht werden. Das geht doch alles einfach... Meine Retortenproduktionsanlage nahm langsam Gestalt an. Der Boiler sowie die Wasserleitung wurden am Tank angedockt, so dass Dampf in den Tank eingelassen und gleichzeitig der Tank abgkühlt werden konnten.
Ich legte gekochten Reis mit gemischtem Gemüse in den Tank und schaltete den Knopf ein. Dampf langsam einlassend, leitete ich kaltes Wasser in den Tank ein. Voller Erwartung öffnete ich dann die eiserne Tür des Tanks. „Ah, es riecht sehr gut. Das muß bestimmt ganz lecker sein.„ Als ich in den Tank reinschaute, sackte ich aber zusammen. „Wie kann so was passieren ?“ Alle Tüten des gekochten Reises waren explodiert und deren Inhalt lagen zerstreut im Wasser. Die gerissenen Tüten schwebten auf der Oberfläche, als ob sie von einer Überschwemmung getroffen worden wären. „Eigentlich kann das alles so einfach nicht funktionieren.... Es ist doch selbstverständlich, weshalb solche Anlagen so viel kosten“, so dachte ich mir. Aber ich darf nicht einfach an dieser Tatsache festhalten. „Es ist schon wie ein Wunder, dass ich überhaupt so weit kommen konnte. Es müssen noch weitere Wunder passieren! Ich muß an mich selbst glauben! Ich bin ein Genie! Ich schaffe das! Atom, ich lasse dich nicht mehr so lange warten !“, so redete ich mir selber ein. „Jetzt wird sich alles entscheiden ! Ich beweise meine Geschicklichkeit. Nichts ist mir unmöglich ! Am Ende werde ich gewinnen !“ Da konnte ich schon vor meinem geistigen Auge sehen, wie glücklich ich mit dem Erfolg sein werde. Ich zögerte nicht mehr. Den Gürtel enger geschnallt, faßte ich erneut den Entschluß: „Ich werde es schaffen !“ |
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Vol. 14 „Der Luftdruck“
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Ich wollte noch einmal das System der Retortenproduktionsanlage genauer erforschen. Da die Theorie nicht einfach zu begreifen war, wollte ich sie erstmal visuell erfassen. Zwar war ich in der Schule nicht besonders gut, verfügte aber über eine gute körperliche Kondition. So dachte ich mir, dass es mir viel mehr bringen würde, mich mit den Büchern immer wieder zu befassen, wie ein wiederholtes sportliches Training, als von vornherein zu versuchen, alles nur geistig zu verstehen. Das war wie vererbt und dafür bin ich meinen Eltern sehr dankbar. „Das gilt genauso für die Erlernung einer Fremdsprache. Irgendwann versteht man intuitiv die Sprache, durch das wiederholte Lesen. Auch Kleinkinder sprechen ja japanisch, eine schwierige Sprache.“ So fing ich an, jeden Tag in die Bibliothek zu gehen und mich immer wieder mit den Fachbüchern zu befassen, bis ich in der Lage war, mir alles visuell vorstellen zu können. Irgendwann schaffte ich es: Ich sah es vor meinem geistigen Auge und konnte es verstehen, warum die Tüten im Tank explodierten, und wie es sich vermeiden ließe. Beim Einlassen des Dampfs wird der Luftdruck im Tank erhöht. So entsteht bei der Abkühlung des Tanks eine Druckdifferenz zwischen den Tüten und dem Tank. Da der Luftdruck im Tank niedriger als der der Tüten ausfällt, explodieren die Tüten. „Wenn sich der Luftdruck der Tüten zuerst erniedrigt, bevor der des Tanks niedriger wird, könnten die Tüten unversehrt bleiben. Aber wie mache ich das ?“ Wenn die Temperatur erhöht wird, wird auch der Luftdruck erhöht. Wenn es abgekühlt wird, wird auch der Luftdruck erniedrigt...... Es machte mir jetzt mehr Spaß, da ich die Logik verstanden hatte. Und noch eine Episode dazu..... (lacht) Durch wiederholte Versuche und langjähriges Ringen mit dem Tank fing ich an, irgendwann mich mit dem Tank anzufreunden. Ich fühlte, als ob er mich ansprach. „Hallo, bin wieder da!“ so begrüßte ich ihn jeden Tag, und er erwiderte mir, „Auf dich habe ich mich gefreut!“ „Laßt uns jetzt Gas geben!“ „Einverstanden!“ 3 Jahre nachdem wir mit der Zusammenarbeit angefangen hatten, wurden wir schließlich gute Freunden. Tag für Tag versuchte ich alles mögliche, vom Winkel der Röhren bis zur Geschwindigkeit des kalten Wassers.
Am Ende blieb kein Rohr mehr gerade, verbogen in alle möglichen Richtungen, so dass das Innere des Tanks wie ein Spinnennetz aussah. Dann hörte ich die Stimme des Tanks: „Du, bevor du versuchst, mich abzukühlen, solltest du besser zuerst die Tüten abkühlen.“ Dass der Luftdruck im Tank erhöht wird, heißt, dass kaltes Wasser nicht optimal eingeleitet werden kann, trotz gebogenen Röhren. Heißt das, dass die Tüten gar nicht abgekühlt werden ? So kam ich auf die Idee, eine Anlage außerhalb des Tanks anzubringen, die einen höhren Druck für kaltes Wasser erzeugen kann, der höher als der des Tanks ist. Mit einem großen Motor sowie einem riesigen Wassertank baute ich selber einen Hochdruck-Wassergenerator. Zu meinem Erstaunen klappte das ohne Problem. Endlich sah ich ein Licht für die Retortenproduktionsanlage. Aber das war noch nicht das Ende, sondern der erste Schritt und die erste Erfahrung zur Herstellung des gekochten Reises mit gemischtem Gemüse für Atom. |
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Vol. 15 „Ich lasse das Reisgericht nicht als Mittel zum geschäftlichen Zweck ausnutzen!"
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Endlich geschafft ! Gekochter Reis mit gemischtem Gemüse für Atom ! ..... Am Anfang war ich schon damit zufrieden, dass es mir endlich gelungen war, die Retorte herzustellen. Ich fühlte mich total erfüllt. Die gesamten Erinnerungen und Erfahrungen bis dahin gingen mir noch einmal wie ein Video durch den Kopf, und mir stießen die Tränen in die Augen. Ich heulte ohne Ende, zusammen mit meinem „Freund“ Tank. Der fertig gekochte Reis mit gemischtem Gemüse kam mir wie ein Schatz vor. Ich berichtete darüber den Leuten, die mich bis dahin unterstützt hatten, wie Herrn Kuroda, Herrn Yamaguchi der Miyazaki Midori Pharmaceutical, Landwirten, Freunden und Bekannten. Alle freuten sich sehr, als ob es sich um ihren eigenen Erfolg handeln würde. Aber auf der anderen Seite fühlte ich mich einsam und leer, sogar abgestoßen. Weshalb ? Zuerst hatte ich keine Ahnung, warum ? Ich dachte, dass ich mit den Nerven fertig war, wegen des langjährigen Kampfs mit mir selber. Das waren Einsamkeit und ein leeres Gefühl, die mir schwer zu verstehen waren. Dieses Gefühl konnte ich aber niemandem erklären, da ich dachte, dass mich keiner verstehen würde. Sie waren alle darüber einfach so erfreut. Irgendwann konnte ich es nicht mehr ertragen, anderen Leuten etwas vorzumachen und mein Gefühl zu verleugnen. Ich begann, mich zu kritisieren und klein zu machen. Alle sagten zu mir: „Du hast so viel Zeit und Geld investiert. Jetzt mußt du das gut vermarkten. Wir werden dich dabei wieder unterstützen!“ Sie versuchten, mich zu ermutigen. Aber ich hatte das Gefühl, als ob mein Schatz dadurch zerstört worden wäre.
Ich fühlte mich nicht nur einsam und leer, sondern richtig gefesselt, weil ich Abneigung gegenüber der Meinung der anderen empfand. „Warum muß ich meinen Schatz, den gekochten Reis für Atom vermarkten?“ „Was soll ich mit meinen Gefühlen, wie Erfülltheit und Begeisterung, machen ?“ „Ich lasse das nicht als Mittel zum geschäftlichen Zweck ausnutzen!“ Ich geriet in innere Konflikte. Ein wertvoller Schatz, das Reisgericht, von mir und Atom, war durch viel Mühe ermöglicht worden. Ich fühlte mich abscheulich, das Reisgericht, einen unsagbaren Schatz, zu vermarkten, genauso wie irgendwelche anderen verkäuflichen Waren. Heimlich überlegte ich mir, dieses Reisgericht nur für mich und Atom zu behalten. Ich quählte mich und litt viel. Zurückblickend sehe ich ein, wie kindisch ich damals war. Aber ich befürchtete, meinen Schatz zu vermarkten und ihn als reine Ware mit der harten Realität in der Gesellschaft zu konfrontieren. Denn das war das Ergebnis langjähriger Bemühungen. |
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Vol. 16 „Beitrag zur Gesellschaft“
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Als ich in innere Konflikte geriet und mich damit konfrontierte, geschah etwas, was mein kleines Herz wachrüttelte. Eines Tages nahm ich an einem Votrag teil, der mich tief berührte. Ich kann mich nicht an einzelne Worte des Vortrags erinneren, aber sinngemäß möchte ich den Inhalt wiedergeben, der mein kleines Herz erfreute und innere Konflikte weggeblasen hat. Der Vortragende zitierte eine Episode von Herrn Konosuke Matsushita, einem sehr berühmten Geschäftsmann aus Japan, der der Gott des Geschäftes genannt wird. Ein Journalist fragte Herrn Matsushita einmal folgendes: „Sie verkaufen die Waren einfach von rechts nach links, verdienen dadurch viel Geld und freuen sich anscheinend sehr darüber. Aber was erfreut Sie denn dabei überhaupt ? Sind Sie damit glücklich?“ Daraufhin erwiderte Herr Matsushita folgendes: „Es freut mich nicht, so viel Geld zu verdienen. Mein Geschäft führe ich nicht um meines Eigennutzes willlen. Ich führe das und erziele Gewinn nur deswegen, weil sonst viele Leute auf der Welt verhungern würden.“ Es wurde eine weitere Episode zitiert, die von Herrn Mayer, einem Millionär aus den U.S.A., handelte. Auf eine ähnliche Frage antwortete Herr Mayer folgendes: „Ohne mein Geschäft und den erzielten Gewinn kann ich nicht den Kindern in der Welt helfen, die in Armut leben.“ Seit Jahren spenden die beiden Herren Geld für das Rote Kreuz. Dadurch retten sie zahlreiche Kinder auf der Welt vor dem Verhungern. Der Vortragende fuhr fort: „Ich wollte diese Episoden weitergeben, da ich davon so berührt war und darin die Großartigkeit eines Menschen und das ideale Menschsein in der Zukunft gesehen hatte.“ Während des Vortrags konnte ich mich tief in meinem Herzen reflektieren und klar erkennen, was ich als nächstes machen sollte. Wie klein war mein Herz...!
Schluß mit meinen selbstgerechten Gedanken ! Statt mich anderen anzupassen und mich dadurch klein zu machen, muß ich mich tief reflektieren, wie ich mein Leben führe ! Fange wieder von vorn an ! Du mußt die menschliche Wärme wiederbeleben ! Bemühe dich, ein menschliches Leben zu führen ! So faßte ich den Entschluß, mich dafür einzusetzen, die menschliche Wärme, ein Ideal als Mensch wiederzubeleben. Durch diesen Vortrag wurden meine bisherigen Gedanken richtig auf den Kopf gestellt. Ich legte mein kleines Herz ab, die Retorte nicht als Mittel zum geschäftlichen Zweck benutzen zu wollen. Ich machte es mir zu einer wichtigen Aufgabe, mich dafür zu engagieren, eine menschliche und wärmere Gesellschaft aufzubauen. So konnte ich einen neuen Start machen. |
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Vol. 17 „Ideal und Wirklichkeit“
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Zwar machte ich einen neuen Start, aber es schien mir zuerst so, als liefe ich nur meinen Idealen hinterher..... Um das Reisgericht (gekocht mit gemischtem Gemüse) möglichst vielen Hundehaltern zugänglich zu machen, kam ich auf die Idee, das Reisgericht an Tierläden, Hundezüchter und Tierärzte zu liefern. Insgesamt handelte es sich um 1.300 potenzielle Läden, Tierärzte und Käufer innerhalb von Tokyo. Jeden potenziellen Abnehmer besuchte ich mindestens drei mal, bis auf diejenigen, die mir die Tür vor den Nase zuschlugen. So vergingen die Tage. Ich gab mich nicht damit zufrieden, die Waren einfach zu liefern und wollte nicht, dass meine Waren mit anderen normalen Futter gleichgestellt wurden. Ich legte Wert darauf, die Abnehmer nicht nur von den Waren sondern auch von dem Konzept zu überzeugen. Da bekam ich aber zu spüren, dass es eine tiefe Kluft zwischen meinen Idealen und der Wirklichkeit gab. Ich spürte große Wut in mir. Mir wurde oft gesagt: „Die Wirklichkeit sieht anders aus als das Ideal“ Die Verbraucher suchen leicht zu erwerbende Ware, die durch Fernsehwerbung geläufig ist. Diesen Bedürfnissen entgegenzukommen ist unsere Aufgabe als Lieferanten. Was große und namhafte Unternehmen machen, darauf kann man sich wohl verlassen.... u.s.w. Dabei wurde nicht einmal die Frage gestellt, wie man auf die Gesundheit von Hunden achten muß oder aus welchen Naturalien das Hundefutter hergestellt wird. Mir kam so vor, als ob die Liebe, die Gesundheit und das wohltuende Leben von Hunden außer acht gelassen wären. Mir war bewußt, dass ich auf die Sachen manchmal zu emotional reagiere.
Aber nichtsdestotrotz spürte ich große Enttäuschung. Aber ich hatte keine Zeit mehr zu vergeuden ! Umso mehr wollte ich mich für die Herstellung besseres Futters engagieren, für mich und für Atom.... Allmählich bekam ich diesen Wunsch. Immer wieder erinnerte ich mich an Atoms lächelndes Gesicht mit seiner großen Zunge. Ok ! Ich werde so ein Hundefutter herstellen, das Atom dem Leben wieder geben könnte. So fing ich an, Bücher, deren Titel das Wort “Gesundheit” enthielten, zu lesen, eins nach dem anderen. Ich versuchte gleichzeitig, alle möglichen Leute zu treffen, die mir dabei helfen könnten, um mich darüber noch mehr zu informieren. Eines Tages ereignete sich ein glücklicher Zufall. Ich begegnete einem Journalisten, der über 10 Jahre hin namhafte Heilpraktiker in den U.S.A. begleitete. Er vermittelte mir eine Heilpraktikerin. |
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Vol. 18 „Ein wertvoller Schritt“
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Je mehr ich mich mit Besitzern der Tierläden, Tierärzten oder Hundezüchtern unterhielt, desto klarer erkannte ich die Situation des Hunde haltens in Japan, wie wenig das Bewußtsein dafür vorhanden war. Ich war enttäuscht von der Kluft zwischen der Wirklichkeit und meinen Idealen über die Hundekultur, das Futter und die Koexistenz mit Tieren und der Natur. Ohne aufzugeben, strengte ich mich an, meine Gefühle wie Wut oder Traurigkeit zu einer positiven Energie zu verwandeln. Gerne blickte ich auf die schönen Tage mit meinem Hund zurück, wie ich als kleines Kind mit ihm spazieren ging. Diese Erinnerungen gaben mir einen Schimmer, mich nach vorne zu bringen. Eines Tages erhielt ich eine freudige Nachricht von einem Freund, einem Journalisten. Er wollte mir eine Autorität der Naturheilkunde in den U.S.A., Frau Hanna Kloger vorstellen. Zweifelnd bereitete ich mich auf die Reise in die U.S.A. vor. Dort besuchte ich zusammen mit meinem Freund das „Zentrum“ der Naturheilkunde, das in einer Kirche untergebracht war. Das Gebäude stand in mehreren hundert Metern hinter dem Eingangstor. Mitten auf dem Weg dahin stand eine große Trauerweide. Ich als Stadtmensch empfand eine unheimliche und ablehnende Atmosphäre. Die Bezeichnung „Zentrum“ mag sich sehr übertrieben anhören, aber ich hatte kein passenderes Wort dafür. Ich war entschlossen und darauf eingestellt, mich dort auszubilden. Doch mich packte Angst. Angekommen an so einem Ort in einem völlig fremden Land, getrieben von meinem Enthusiasmus..... War das eine richtige Entscheidung von mir ? Bin ich überhaupt zugelassen ? Ist das vielleicht eine gefährliche religiöse Sekte ?
Unmittelbar danach wurden wir von einer älteren Dame mit leuchtenden Augen empfangen. „Das ist die Hanna, und das ist mein Freund, der Hundefutterhersteller“. So machte er uns miteinander einfach bekannt. Dank seiner Vermittelung war mein Kummer wie weggeblasen. Am Tag vorher hatte ich mir darüber den Kopf zerbrochen, wie ich mich mit meinem gebrochenen Englisch verständigen würde und sie von meinen Idealen überzeugen könnte. Jetzt stellte ich mich ganz unbekümmert vor: „Guten Tag, ich heiße Oki, und bin Hundefutterhersteller!“ Schnell bereute ich mein unverschämtes Verhalten. Aber sie kam auf mich zu, umarmte mich und sagte, „Herzlich willkommen. Sie sind von weit her angereist.“ Ich wurde so herzlich empfangen, dass meine bisherigen gemischten Gefühle wie Zweifel, Angst, Wut oder Traurigkeit sofort verschwanden. Das war der Moment und der wertvolle erste Schritt, der das heutige Konzept von Big Wood zur Vollständigung bringen sollte. |
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