Spirits of BigWooD-Ⅱ (vol.7-12)

Vol.7 „Ein schwerer Kampf


Es sind bereits 5 Jahre vergangen, seidem ich mich zur Suche zum idealen Hundefutter aufbrach. Nachdem ich mein ganzes Vermögen hineingesteckt und eine Menge Schulden gemacht hatte, und mich dabei beinah verloren hätte, wurde mir endlich bewußt, was für ein Unterfangen ich überhaupt begonnen hatte. Ich war mir dessen wohl bewußt, dass es teuer werden und das Geld irgenwann zu Ende gehen würde. Aber ich hatte mir nicht im geringsten vorgestellt, dass sich alles so lange hinziehen würde.
Alles an Eigenkapital und Darlehn verbraucht, mußte ich mir von meinen Freunden und Bekannten Geld borgen, um das Geschäft über Wasser zu halten. Ich fühlte mich so elend, als ob ich auf der Kippe stünde und beinah in den Abgrund stürzen würde. In der Zeit hatte ich aber auch viele schöne Erlebnisse. Als mein Geschäft als kreditunwürdig bewertet wurde, gab mir ein Bankangestellter, der damals für mein Geschäft zuständig war, sein privates Sparbuch in Höhe von 3 Millionen Yen und wünschte mir einen großen Erfolg mittels seiner eigenen Ersparnisse. In mir kam ein warmes Gefühl hoch. Auch gab es einige Freunde und Bekannten, die mir Geld spendeten, da sie mit mir meine Ideale teilen wollten. „Jetzt darf ich nicht in die Knie gehen ......“ „Ich kann ihre Erwartungen nicht täuschen....“ „Das Geschäft führe ich nicht um meinen Eigennutz zu befriedigen......“ In dieser Zeit war ich oft ergriffen von warmherzigen Menschen und bekam dadurch Mut. Diese Erfahrungen wurden mir ein unersetzbarer Schatz für immer.

Was die Entwicklung der Rezepte anging, mußte ich weiterhin durch verschiedene zuständige Institute die für die Gesundheit nötigen Nährstoffe erforschen lassen. Es dauerte noch zweieinhalb Jahre, bis ich endlich Herrn Professor Kuroda an der Miyazaki Universität kennenlernte. Die Begegnung mit Herrn Professor Kuroda wurde durch Herrn Yamaguchi ermöglicht, der der Direktor bei Miyazaki Midori Pharmaceutical und gleichzeitig mein Lehrer ist . Herr Kuroda und Herr Yamaguchi forschen gemeinsam. Ich erzählte ihm meine Ideale und bisherigen Erfahrungen mit der Hundefutterforschung. Er zeigte tiefes Verständnis dafür und gab mir seine eigenen Rezepte, die er 16 Jahre lang für seinen Hund entwickelt hatte. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, dass sich meine bisherigen Mühen lohnten. Aber die nächste Hürde stand bevor: Wie kann ich das Hundefutter nach Herrn Kurodas Rezept in Umlauf bringen, ohne dass die Nährstoffe dabei verlorengehen ?

   

Vol. 8 „Die Begegnung mit dem Lehrer“


Die Begegnung mit Herrn Kuroda muß ich noch genauer erzählen. Hinter dieser Begegnung steckt ein zweiter Lehrer für mich, der in meiner Geschichte mit der Futterherstellung eine unentbehrliche Rolle spielte. Damals lebte ich bei meinen Eltern in der Miyazaki Präfektur und forschte nach Hundefutter Tag für Tag.

Eines Tages rief ich Miyazaki Midori Pharmaceutical an, die Holzsäure herstellt und vermarktet. Ich dachte, Holzsäure könnte als Zutat für Hundefutter geeignet sein. Herr Yamaguchi der Miyazaki Midori Pharmaceutical hörte mir am Telephon zu und sagte: „Sie haben um Ihrer Ideale willen viel durchlitten. Ich könnte Ihnen bei der Forschung behilflich sein. Zwar sind wir in unterschiedlichen Bereichen tätig, ich mit Menschen und Sie mit Hunden, aber die Schwierigkeiten sind dieselben. Sie brauchen jetzt diese Schwierigkeiten nicht noch einmal durchleben.“ Später besuchte ich Herrn Yamaguchi, den Direktor der Miyazaki Midori Pharmaceutical. Er forscht seit 30 Jahren ausschließlich nach Holzsäure um der Gesundheit der Menschen willen.Er zeigte mir die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen und erklärte sie mir ausführlich eins nach dem anderen. Darunter waren auch Forschungsdaten über Hunde, was genau mein Thema war. Über 16 Jahre hin wurden diese Daten in der Kooperation mit dem Doktor der Landwirtschaft an der Miyazaki Universität, Herrn Kuroda, gesammelt.

Ich traute meinen Ohren kaum, als Herr Yamaguchi mir sagte, dass er mir Herrn Kuroda vorstellen werde, um mir und ihm die Forschung über Hunde zu übergeben. Er wollte, dass ich die bisherigen Daten seiner Firma verwenden und in Kooperation mit Herrn Kuroda weiterhin Daten sammeln konnte. Eigentlich hatte ich nur vor, geeignete Naturalien für Hundefutter zu erwerben, als ich ihn anrief. Aber das nahm eine plötzliche Wendung zum Guten, was ich nicht vorhergesehen hatte. Das sah vielversprechend aus...... Das war der Moment, in dem etwas in Gang kam, nachdem ich jahrelang einen schweren Kampf gekämpft hatte aber nichts bewegen konnte. Zurückblickend kann ich nichts anderes sagen, als dass das eine Gottesgnade war......

   

Vol. 9 „Ein schwerer Kampf noch einmal“


Von Herrn Yamaguchi vermittelt, besuchte ich Herrn Professor Kuroda an der Miyazaki Universität. Er empfing mich herzlich und sagte, dass er sich sehr auf mich gefreut hatte. Er erzählte mir, dass er zwar momentan an die Universität als Professor berufen ist, aber in Zukunft das Familiengeschäft seines Vaters weiterführen und in der Landwirtschaft tätig sein möchte. Er fuhr fort, dass er einen Hund hält und sich schon seit langem über die Qualität von Hundefutter Gedanken macht. Er sagte, dass er mir mit Rat und Tat zur Seite stünde, falls ich mich ernsthaft damit beschäftigen möchte, ideales Hundefutter herzustellen.

Ehe ich ihn von mir aus darum bat, mich in der Sache zu unterstützen, bekam ich dieses Angebot von ihm. Ich war dankbar und fühlte mich dafür belohnt, dass ich trotz Schwierigkeiten nicht aufgegeben hatte. Munter wie ein Fisch im Wasser, ging ich jeden Tag zum Forschungsinstitut an der Miyazaki Universität. Herr Kuroda scheute keine Mühe und lehrte mich Tag für Tag alles über seine Rezepte für Hundefutter und die Einstellung dazu, anhand seiner 16-jährigen Forschung und überwundenen Schwierigkeiten. Als ich mir überlegte, wie ich dieses nach Herrn Kurodas Rezept zubereitete Bio-Hundefutter an leidende Hunde und deren Halter liefern kann, stieß ich auf zwei Probleme. Das erste war die Beschaffung der Naturalien. Wie ist es möglich, so viele ausgewählte Naturalien, die Herrn Kurodas Rezept entsprechen, zu beschaffen, dass sich kein Engpaß bei der Lieferung ergab ?

Das zweite war, wie man die Haltbarkeit des frisch zubereiteten Bio-Hundefutters verlängern kann, ohne dabei die Nährstoffe zu zerstören. Mein bisheriger schwerer Kampf ging mir durch den Kopf. „Vielleicht müßte ich moch mehr Zeit und Geld hineinstecken.... Aber momentan besitze ich weder Energie noch genügend Geld, um dies durchzuhalten..... Ist das diesmal wirklich aus mit meinem Vorhaben ?“ Mich packte wieder die Verzweifelung. Zum Glück fand ich eine Lösung für das erste Problem. Herr Kuroda und Midori Pharmaceutical gaben mir einen Tip, mich an einen Verband der pflanzenschutzmittelfreien Produzenten zu wenden. Ich mußte nur noch eine Lösung für das zweite Problem finden: die Verlängerung der Haltbarkeit. Dieses Problem muß ich aus eigener Kraft lösen, um Leute mit Dank zu belohnen, die mich bis jetzt unterstützt haben ! Fest entschlossen, für alles die Verantwortung zu übernehmen, fing ich an, wie verrückt alles mögliche zu versuchen.
Aber gegen meines Willen entwickelte sich alles zum Negativsten.

   

Vol. 10 „Neue Produktionsanlage für die Herstellung idealen Hundefutters“


Die Begegnung mit Herrn Professor Kuroda brachte meine Rezeptforschung viel weiter. Dank der langjährigen Forschungsergebnisse sowie seiner Erfahrungen konnten wir, die die gleichen Ideale teilten, die Rezepte entwickeln, ohne viel Zeit aufwenden zu müssen. Wir betrachteten es als unsere Aufgabe, unser ideales Hundefutter an alle Hunde und deren Halter in ganz Japan zu liefern. Dabei stießen wir aber auf Schwierigkeiten. Wir brauchten ein Mittel, um die Haltbarkeit zu verlängern. Uns wurde bewußt, dass wir noch kein geeignetes Mittel dafür hatten. Die hausgemachten Rezepte reichten nicht aus, um das Futter zu vermarkten. Wir suchten immer wieder nach einem Mittel und wurden schließlich fündig: die Retorte

Daraufhin besuchte ich einige Hersteller von Retortenlebensmitteln. Aber bei jedem Besuch bekam ich gesagt : „Herr Oki, es tut uns leid, aber die Technik der Retorte ist zur Zeit nur für Lebensmittel mit einem Wassergehalt über 75 % wie Curry oder Suppe anwendbar. Besonders für Reis ist das kaum anzuwenden. Gekochter Reis muß in einem komplett desinfizierten Raum in eine Schale verpackt werden. Alleine solche Produktionsanlagen kosten schon ein paar hundert Millionen Yen. Bei uns ist es daher leider nicht möglich, gekochten Reis mit gemischtem Gemüse wie Sie sich wünschen zu produzieren.“ Sie kamen zur Schlußfolgerung, dass es trotz der neuesten Technik der Retorte nicht möglich ist, das Futter, ähnlich wie gekochter Reis mit gemischtem Gemüse, zur Vermarktung herzustellen. Bis dahin setzte ich mich inbrünstig für mein Ziel ein, egal was andere von mir hielten und auch wenn mir das Geld ausging. Das war alles zuliebe meines Hundes Atom. In jener Zeit spürte ich von vielen Leuten ein warmes Gefühl. Und mitten auf meiner Reise verwandelte sich die Liebe zu meinem Hund in eine Aufgabe. So faßte ich immer wieder erneut den Entschluß, mich für die Gesundheit der Hunde und der Halter mit der gleichen Idealen weiterhin einzusetzen. Aber diesmal fühlte ich mich richtig niederschlagen und mir wurde schwarz vor Augen. Ein leeres Gefühl stieß in mir hoch. Ich hatte das Gefühl, dass alle meine Versuche nichtig waren. Ich fühlte mich richtig schlecht, wie ein Versager.

Es reicht jetzt ! Schluß damit !
Atom würde mich verstehen !
Für ihn hatte ich genug getan !

Ich habe mir eingeredet :
Ich bin dem Versprechen mit Herrn Kuroda und vielen anderen nicht gewachsen, die Verantwortung für Hunde und deren Halter auf mich zu nehmen ! Ich habe nicht genügend Kraft dafür.......

   

Vol. 11 „Gekochter Reis mit gemischtem Gemüse – für Atom“


„Herr Oki, das genügt jetzt..... Alles was du getan hast, wird sicherlich Atom erreichen. Du hast dein Äußerstes gegeben.....“ An diese Worte meines Freundes kann ich mich heute noch gut erinnern. Sie erwärmten mir das zutiefst verzweifelte Herz. Das waren die Worte eines Freundes, der mich verstehen konnte. „Hältst du dich für selbstgerecht ? Laß dich nicht davon ablenken, was andere von dir denken ! Es gibt viele Leute, die nicht einmal zu sich stehen können. Ich halte dich für einen großartigen Menschen und bin stolz auf dich. Aber du hast schon genug getan. Jetzt kannst du aufgeben und dir einen anderen Job suchen ! Ich stehe zu dir !“ Aber gerade diese Worte meines Freundes entfachten in mir neue Flammen. Ich tue das nicht nur wegen meines Hundes Atom....! Zwar hatte ich das alles angefangen, um mein schlechtes Gewissen gegenüber Atom zu beruhigen. Aber die Liebe zu Atom verwandelte sich inzwischen zu einem großen Gefühl der Aufgabe, indem ich von so vielen Leuten Unterstützung bekommen hatte. „Ich möchte allen Hunden ein gesundes und langes Leben ermöglichen.“ „Ich möchte nicht, dass Hundehalter den gleichen Fehler machen wie ich.“ „Ich möchte meine Begeisterung und das Vertrauen an viele Leute weitergeben.“ „Ich möchte viele Hunde und Halter glücklich machen, durch die Liebe zu Atom !“ „Ich möchte meine Gefühle wie Begeisterung und Vertrauen, die ich durch Atom entdeckt habe, mit anderen Hundehaltern teilen, und eine mitfühlende Gesellschaft aufbauen.....“ „Deshalb darf ich jetzt nicht aufgeben !“Mir wurde geraten, mit den Sachen anzufangen, die leicht zu produzieren sind, wie Beilage, Suppe oder getrocknetes Futter.

Ich wußte, dass all diese Ratschläge von Herzen kamen. Aber ich fand die Erfüllung meines Lebens nur noch darin, als erstes den gekochten Reis mit gemischtem Gemüse herzustellen, da ich dies um Atoms willen angefangen hatte. Wenn es dafür keine geeignete Produktionsanlage gibt, baue ich sie selber ! Es ist nicht schwierig. Es geht nur darum, mich zu entscheiden, entweder fürs Aufhören oder fürs Weitermachen ! Erneut schwor ich Atom: „Ich werde es schaffen ! Gekochten Reis mit gemischtem Gemüse für dich.“
Falls ich das nicht schaffe, werde ich nichts anderes produzieren...... So fing ich an, eine geeignete Produktionsanlage zu entwickeln.

   

Vol. 12 „Ich werde es versuchen !“


Was die Produktionsanlge angeht, hatte ich weder Erfahrungen damit, noch Kenntnisse darüber. Dennoch wollte ich eine noch nie dagewesene Anlage bauen. Da es nichts wie eine Anleitung oder einen Plan gab, was mir hätte helfen können, konnte ich mir pradoxerweise umso klarer denken. Zuerst der Grund, warum gekochter Reis mit gemischtem Gemüse in Retortentechnik nicht geeignet ist zur Vermarktung. Diesen Grund herauszufinden könnte mir weiterhelfen. Der Grund dafür war der Wassergehalt. Die Retorte ist nur geeignet für Lebensmittel mit einem Wassergehalt über 75%. Dagegen enthält mein Reisgericht nur 55% Wasseranteil. Somit war es nicht möglich, das komplett zu desinfizieren, da die nötige Temperatur nicht erreicht wurde. Für die komplette Desinfektion muß es mit einer gewissen Temperatur (165 Grad Celcius) stundenlang erhitzt werden. Dadurch werden Nährstoffe erheblich zerstört und Reis wird matschig wie Brei. Da bleibt nichts mehr übrig von dem Originalreisgericht. Mir wurde klar: „Ich muß eine Anlage bauen, die mit einer niedrigen Temperatur erhitzen und komplett desinfizieren kann, sodass die Nährstoffe und Reiskörner erhalten bleiben !“ Theoretisch verstanden, aber praktisch kam ich nicht weiter. Es zählt nur noch die konkrete Handlung ! Nach dem Motto „Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird“, wollte ich selber eine Anlage für die Retorte nachmachen. Der Anschaffungspreis einer Anlage für die Retorte beträgt normalerweise über mehrere Millionen Yen. Die Zubehörlteile sind nich auf dem Markt zu erwerben. Es war so, als ob man ein einzigartiges Auto auf der ganzen Welt selber zusammenstellen müßte. Ich besuchte noch einmal die Fabrik eines Retortenherstellers und besichtigte die Produktionsanlage. Der Hauptteil der Anlage war ein großer eiserner Tank, umschlungen von zahlreichen elektronischen Kontrollgeräten und Röhren. Von außen läßt sich nicht erkennen, wie das System funktioniert. Gleich nach der Besichtigung ging ich zu einer Bibliothek, um mich mehr darüber zu informieren. Dabei fand ich heraus, dass das eine simple Anlage war: einfach Dampf in den Tank einlassen und das Innere des Tanks mit Wasser abkühlen.

„Das ist aber eine einfache Anlage ! Warum kostet so etwas so viel ?“ Ich dachte, ob es innen einen komplizierten Teil geben könnte ? Ich machte mir keine großen Gedanken mehr darüber. „Denk nicht darüber nach ! Sonst kannst du nicht beginnen. ! Du hast dich entschlossen, dein Vorhaben auszuführen. Denk nur daran, was du machen kannst ! Du wirst es ganz bestimmt schaffen !“ Ich folgte meiner Intuition und redete mir ein, dass ich das schaffen werde. So fing ich an, einen geeigneten Tank zu suchen. Seitdem ich mir vorgenommen hatte, selber eine Anlage zu bauen, war meine Motivation getragen von der Liebe zu Atom und ging nicht mehr verloren. Zurückblickend denke ich, ich war damals wie besessen.