Spirits of BigWooD-Ⅰ (vol.1-6)

Vol.1 „Der Anlaß zur Herstellung des Hundefutters“


Es liegt 15 Jahre zurück. Im Jahr 1987 begann ich meine Reise als Hundefutterhersteller. Damals zweifelte ich an der Qualität der verschiedenen Hundefutter. Mein Hund „Atom“ litt jahrelang an einer Hautkrankheit und einer Gelenkentzündung. Die Krankheiten verschlechterten sich so sehr, daß er am Ende nicht einmal getrimmt werden konnte. Als dessen Folge ging er mit 11 Jahren ein. Mir tat es sehr leid, dass ich nichts mehr für ihn tun konnte, außer ihn noch einmal von einem Tierarzt behandeln zu lassen, bevor ich ihn verlor.Um mein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Hund zu beruhigen, begann ich, die Qualität der verschiedenen Hundefutter zu untersuchen. Aber dies überraschte mich im negativen Sinne, und ich war sehr enttäuscht.Für meine Untersuchung wollte ich mir als erstes Produktionsanlagen ansehen und bat einige Hersteller um eine Besichtigung. Kein Hersteller erteilte mir eine Zusage. Darüber verwundert begann ich selbst, zuerst Naturalien für Hundefutter zu untersuchen. 

Außen, vor einer Produktionsanlage fand ich unhygienisch in Schmutzt liegend stinkende Gammelnaturalien. Ich war empört; „Wie kann es sein, dass solch minderwertige Produkte für Futter verwendet werden ?“ Ein Angestellter der Produktionsstätte sagte aber, dass das bei ihnen noch erträglich sei, im Vergleich zu anderen Futterherstellern. Solches Fleisch sei für Menschen ungenießbar. Erst dann merkte ich den wahren Grund, warum ich von keinem Hersteller eine Zusage für eine Besichtigung bekommen hatte. Ich arbeitete damals bei einer Baufirma. Die Konjunktur in Japan befand sich auf hohen Touren. Beruflich war ich erfolgreich und mir fehlte es an nichts. Die Realität der Hundefutterherstellung zwang mich förmlich dazu, einen anderen beruflichen Weg einzuschlagen. Ich wurde selbst Hersteller.

   

Vol.2„ Der Stand der Hundehutterherstellung in den U.S.A.“


Enttäuscht über die Zustände in Sachen „Hundefutter“ reiste ich in die U.S.A.. Da die Situation in Japan so verheerend war, waren meine Erwartungen umso größer, dass die Lage in den U.S.A., ein fortgeschrittener Staat für Hundefutter, mich beruhigen könnte. Dabei hätte ich nicht im geringsten geahnt, dass diese Reise mir den Rest gab..... Angekommen in den U.S.A., kontaktierte ich einen Hersteller, der mich überraschend empfing. Dieser Hersteller besaß ausgezeichnete Produktionsanlagen. Auch das Personal war sehr entgegenkommend. Ein Angestellter, der mich bei der Besichtigung begleitete, hielt mich sogar irrtümlich für seine zukünfutige Agentur in Japan und wollte mit mir ein Geschäftsgespräch führen. Spaß beiseite ......(lacht).

Als ich die Produktionsstätte betrat, sah ich eine unglaubliche Szene. Die Mitarbeiter dort trugen Schutzkleidung und Atemschutzmaske. Ich fragte meine Begleitperson, wofür die Vorsichtsmaßnahmen wären. Er erwiderte mir voller Stolz; „Das ist unser Disinfektionssystem für Fleisch, ausgestattet mit den neuesten Anlagen. Wir produzieren verträgliche Hundefutter, indem wir Fleisch komplett disinfizieren. Wir stellen die verträglichsten Hundefutter in den ganzen U.S.A. her.“ So fuhr er fort, vor Freude strahlend; „Sie haben eine gute Auswahl getroffen, dass Sie sich uns als Geschäftspartner ausgesucht haben !“

   

Vol.3 „Ich muß selber diese Realität ändern“


Die Realität der Hundefutterherstellung kommt ans Licht. Angesichts dieser Tatsache in Japan und in den U.S.A. war ich unermeßlich enttäuscht. Ich hatte das Gefühl, als ob meine Erinnerungen an „Atom“ (meinen gestorbenen Hund) dadurch zerstört worden wären. Ich erkannte, dass er wegen meiner Unwissenheit über Futter sterben mußte. Ich fühlte mich elend. Hätte ich doch dies nicht untersucht, wäre ich nicht am Boden zerstört .... ! Es war aber schon zu spät. Es dauert nicht lang, bis ich den Entschluß gefasst habe, dies noch gründlicher zu untersuchen, um diese Realität zu verändern. Außer diesem hatte ich keinen anderen Weg, mein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Hund zu beruhigen. So verzweifelt fuhr ich wieder mit meinen Unteresuchungen fort. Warum sind solche minderwertige Naturalien in Umlauf ? Wo bleiben die zuständigen Aufsichtsbehörden ? Als ich durch ein amerikanisches Inspektionsinstitut meine Untersuchung fortsetzten ließ, stieß ich auf eine unglaubliche Tatsache. Gammelfleisch ist von einem amerikanischen staatlichen Institut als geeignet für Futter anerkannt, gekennzeichnet mit „3D“ oder „4D“. Mir wurde ein großer Schock versetzt, als ich erfuhr, was „3D“ oder „4D“ bedeuten.

Die Bedeutungen von „D“ sind.......
DIE (tod)
DISEASE (krank)
DISABLE (unbrauchbar)
DYING (sterbend)
„D“ waren Initiale dieser vier Wörter.

   

Vol.4 „Dankbarkeit gegenüber „Atom“


Mein lieber Hund „Atom“ hinterließ mir viele schöne Erinnerungen. „Atom“, ein Hund, der seine Wünsche nicht mit Worten äußern konnte, hatte seine einzige Freude am Sparziergang und an der Kommunikation durch das Spielen mit mir ..... Für mich, der damals durch ein hartes Training für Baseball psychisch und physisch strapaziert war, war sein Dasein eine große Unterstützung. Er glaubte mir und fraß das Futter, das ich ihm gab, ohne Zweifel. Heute noch blicke ich gerne auf ihn zurück, und es kommt mir so vor, als ob es gestern gewesen wäre.

Ihm fügte ich aber ein großes Leid zu, das nie wieder gutzumachen war... Wegen meiner Unwissenheit könnte ich mir das verzeihen. Aber angesichts dieser schrecklichen Tatsache der Futterherstellung wollte ich von dieser Realität nicht mehr wegsehen. Die Wut über diese Tatsache verwandelte sich in Wut auf mich, der gegenüber dieser Situation so ohnmächtig war. „Es nützt nichts, mich nur zu beklagen ! Es wird sich nichts ändern, wenn ich nichts unternehmen würde !“ So wurde mir klar, dass nur ich alleine diese Wut lösen und mein schlechtes Gewissen gegenüber Atom beruhigen kann. „Ich habe keine andere Wahl......“ Zurückblickend kann ich sagen, dass Atom der Anlaß war, den Weg als Hundefutterforscher einzuschlagen. Dadurch fand ich kostbare Gefährten, wie Hundehalter, die mit mir die Ideale teilen, eifrige Forscher, oder Hersteller der Produkte, die mir die Wichtigkeit der Naturalien beibrachten.

   

Vol.5 „Hätte ich das doch besser nicht untersucht ?“


Gestoßen auf die unvorstellbare Realität der Hundefutterherstellung bekam ich das gemischte Gefühl von Angst, Wut und die Liebe zu Atom. Bin ich der Einzige, der ein solches Gefühl hegt ? Was denken andere Hundehalter darüber ? Gibt es niemanden, der an einer Krankheit des eigenen Hundes leidet ? Oder vielleicht weiß keiner etwas über diese Tatsache ? Nachdem ich die Realität der Herstellung erfahren hatte, dachte ich, mich nicht einfach darauf zu verlassen, wovon ich selber keine Ahnung habe, und dass das die Tatsache und nicht eine kurzzeitige Erscheinungsform ist, auf die man achten muß.

„Ich werde aus eigener Hand ideales Hundefutter herstellen, von dem ich mich selbst überzeugen kann !“ Zurückblickend denke ich, dass ich versuchen wollte, mich dadurch wieder zu finden, indem ich mich dazu entschloß. Ich hatte aber weder Kenntnisse darüber noch Erfahrungen. Was sollte ich machen ? Kann ein Laie überhaupt indeales Futter herstellen ? Gefährdet dies vielleicht mein ganzes Leben ? Ich tappte noch im dunkeln nach dem richtigen Weg. So war die Situation damals, die mittlerweile 15 Jahre zurückliegt. Schließlich überwand ich mein Zögern und wagte den ersten Schritt. Damals ahnte ich nicht im geringsten, was auf mich zukommen würde – unvorstellbar quälende Tage.

   

Vol.6 „Aufbruch zur Reise“


Ich brach zur Reise auf. Eine Reise, ideales Futter herzustellen, um mein schlechtes Gewissen gegenüber meinem Hund zu beruhigen, um mich wieder zu finden. Das erste Jahr verging schnell. Das einzige, was ich hatte, waren meine Ideale. So vergingen zwei, drei und fünf Jahre... Ich strebte meinen Idealen nach und vergeudete Zeit und Geld. Wenn ich heute zurückblicke, stelle ich fest, dass ich in der Zeit gar kein Einkommen hatte. Und zu meiner Schande machte ich dies auf Kosten meiner Familie..... Einem Leben, basierend auf Idealen, und solch einer Aufgabe fällt die eigene Familie am meisten zum Opfer..... 5 Jahre lang investierte ich Zeit und Energie, und mein ganzes Vermögen. Schließlich fügte ich den Menschen ein großes Leid zu, die ich am meisten hätte schätzen sollen. Meine Familie und meine Eltern. Die eigene Familie verloren, von den Eltern verlassen fühlte ich mich von der Gesellschaft ausgeschlossen. Belastet von meinen Idealen fühlte ich mich, als ob ich auf meiner Reise in den Abgrund stürzen würde, ehe sie zum Erfolg führt. Was mich damals trug waren Erinnerungen an Atom und Produzenten sowie Lehrer, die mich heute noch unterstützen. Sie lehrten und ermutigten mich:

„Die Ehrlichen sind NICHT die Dummen !“
„Die Richtigkeit wird sich erweisen !“
„Der Widrigkeit folgt die Freude !“
„Ohne sich zu verändern kann man die Welt nicht verändern !“
„Man hat das Leben von seinen Eltern geschenkt bekommen, um der Gesellschaft zu dienen !“
„Das Wichtigste ist es, seinen eigenen Idealen treu zu bleiben !“. Ausserdem bekam ich etwas noch Größeres: „Dankbarkeit“. Dafür möchte ich allen von ganzem Herzen „Danke schön“ sagen.